Seitenanfang

Hauptnavigation




Zusatzinformationen

Suche

Diesen Auftritt durchsuchen nach:


Erweiterte Suche
Hannelore Kraft : Danke!


Hauptinhaltsbereich

Meldung:

09. Januar 2012
SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Krefeld-Mitte

Wo ist die Gedenktafel am Ziellenbachhaus geblieben?

Gedenktafel, die bis vor kurzem am Ziellenbachhaus hing
Gedenktafel, die bis vor kurzem am Ziellenbachhaus hing
Hier hing bis vor kurzem die schöne Tafel aus Edelstahl
Hier hing die schöne Edelstahl-Tafel
Gerda Schnell konnte nicht fassen, was sie zu Gesicht bekam: Eine hässliche Stelle am leerstehenden Ziellenbach-Haus anstelle der schönen, vom Künstler und Architekten Lutz Trippelsdorf entworfenen Tafel aus Edelstahl, die einstmals an die Geschichte des Hauses und an dessen Vorgängerbauten erinnert hatte. Obgleich der erste Gedanke der Bezirksverordneten und Ratsfrau einem möglichen Metalldiebstahl galt, begann sie mit Nachfor-schungen. Und sie wurde fündig: Ranko Ziellenbach, Nachkomme der Eigentümer des renommierten Haushaltwarengeschäfts, seines Zeichens Jurist und ehemals Leiter des Krefelder Finanzamtes, hatte die Tafel abbauen lassen.

Mit ihm nahm Gerda Schnell Kontakt auf und bat ihn um ein Foto der Tafel. Ranko Ziellenbach, der auch schon als Buchautor hervorgetreten ist und die Tafel 1984 hatte anbringen lassen, schickte ihr ein Foto und erläuterte den Text. Danach steht neben der Abbildung des 1741 an dieser Stelle erbauten Hauses, welches 1911 abgerissen worden ist: "1741 AN DIESER STELLE ERBAUT VON HERMANN SCHEUTEN + SYBILLA FLOH". Und neben der Abbildung des 1912 erbauten Gebäudes, welches 1943 den Bomben zum Opfer fiel: "1912 GESCHÄfTSHAUS ERBAUT VON WILHELM ZIELLENBACH 1943 VON BOMBEN ZERSTÖRT." Unter den in den Edelstahl eingeätzten Texten und Abbildungen findet sich noch ein leicht beschädigter Teil des Grundsteins aus Granit von 1741. Er rundet das Bild wunderbar ab.

Ranko Ziellenbach sagt, er habe die Tafel mit Einverständnis des neuen Grundstückeigentümers ausgebaut, um sie vor der Vernichtung beim baldigen Abriss des Gebäudes zu retten und nach Möglichkeit am geplanten Neubau an vergleichbarer Stelle wieder anzubringen. Dieses Vorhaben findet die Innenstadt-Politikerin durchaus unterstützenswert.

Zum Seitenanfang