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Meldung:

Krefeld Mitte und Süd, 23. Dezember 2018
Hartnäckigkeit der Bezirksvertretungen führt jetzt zum Erfolg

Endlich: Neue Fahrradbügel für den Vorplatz des Hauptbahnhofs

Welch gute Nachricht: Die Stadt Krefeld gibt am 21. Dezember 2018, sozusagen als Weihnachtsgeschenk nicht nur für Pendler, sondern für alle ordnungsliebenden Bürger, bekannt: „Neue Fahrradbügel für den Vorplatz des Hauptbahnhofs. Ein Konzept mit Planung von 65 Fahrradbügeln für insgesamt 130 Fahrräder auf dem Vorplatz des Krefelder Hauptbahnhofs wurde vom Fachbereich Stadt- und Verkehrsplanung mit der Unteren Denkmalbehörde und der Feuerwehr abgestimmt. Die hierfür vorgesehenen Kosten im Höhe von 20.000 Euro werden nun auch für 2019 zur Verfügung gestellt. Die Umsetzung ist dementsprechend für das kommende Jahr vorgesehen. Ein genauer Termin steht jedoch noch nicht fest.“

Wie nahezu alle guten Nachrichten hat auch diese eine Vorgeschichte. Nämlich diese: Im Januar 2018 gingen Gisela Brendle-Vierke, Bezirksvorsteherin von Krefeld-Süd, und Gerda Schnell, damals Bezirksvorsteherin von Krefeld-Mitte, mit genau diesem Anliegen an die Öffentlichkeit. Lange schon war es ihnen ein Dorn im Auge, dass vor dem nördlichen Eingang des Hauptbahnhofs zwar tagtäglich zwischen hundert und zweihundert Fahrräder verbotenerweise und teilweise recht ungeregelt abgestellt wurden (und zur Zeit noch werden), moderne Fahrradbügel jedoch trotz aller Beschwerden und Anträge nie aufgestellt worden sind. Immer wieder verwies die Verwaltung auf den Eigentümer des Hauptbahnhofs, die "Deutsche Bahn", und verschanzte sich zusätzlich hinter dem Denkmalschutz. Das wollten die beiden resoluten Frauen nicht gelten lassen und trafen sich am 11. Januar 2018 zu einem Ortstermin mit der Presse.

Am 17. Januar titelte die Rheinische Post: "Denkmalschutz - Fahrräder unerwünscht". Und im Text heißt es: ""Der Platz vor dem Bahnhof wäre ideal, um dort eine ausreichende Anzahl von modernen Fahrradbügeln zu installieren", sagt Gerda Schnell. "Das wäre auch gut für das Image der Stadt", ergänzt Brendle-Vierke. "Ich meine, dass man den Bürgern die Möglichkeit geben muss, ihre Räder vernünftig abzustellen. Das gehört einfach in eine neue, moderne Welt." Doch das ist weder vonseiten der Stadt noch der Bahn gewünscht. "In Absprache mit der Bahn werden keine Fahrradständer auf dem Vorplatz gewünscht", teilt eine Stadtsprecherin auf Anfrage unserer Redaktion mit. Und weiter: "Unter anderem bestehen Bedenken seitens der Stadt Krefeld aus denkmalpflegerischen Gründen." Fahrräder könnten in der Radstation abgegeben werden. Die Stadt will außerdem eine steigende Nachfrage nach diesen Plätzen erkannt haben und plant daher für 2020 eine neue Radstation am Südausgang des Bahnhofs, um dieser gerecht zu werden.“

Aber – oh Wunder – bereits am 21. Februar, nachdem sich auch die beiden Bezirksvertretungen Mitte und Süd erneut und mit Nachdruck der Sache angenommen hatten, konnte die Rheinische Post berichten: „Planungen für Fahrradständer am Hauptbahnhof haben begonnen“. Die RP schreibt: „Kehrtwende: Nachdem die Stadt jüngst den Standpunkt vertrat, Fahrradständer vor dem Bahnhof seien aus denkmalpflegerischen Gründen nicht erwünscht, gibt es jetzt Gespräche für eine Planung.“ Weiter: „Nun also die Kehrtwende: "Untere Denkmalbehörde, Feuerwehr, die Fachbereiche Tiefbau und Stadtplanung sowie die Untere Denkmalbehörde haben in einem verwaltungsinternen Gespräch die Rahmenbedingungen für eine konkrete Planung festgelegt", teilt die Stadt mit. Weitere Beteiligte, wie die Bahn, werden "eingebunden und die Planung erarbeitet".
Die Untere Denkmalbehörde habe, teilt die Stadt mit, zwischenzeitlich auf eigene Initiative nach alternativen Lösungsvarianten gesucht, um eine Verbesserung der Situation vor dem Hauptbahnhof zu ermöglichen. Derzeit stehen dort - trotz Verbots - täglich um die 150 Fahrräder. Alle Laternenmasten und die Absperrgitter entlang der Straße dienen als provisorische Anschließmöglichkeit für die Drahtesel der Pendler.“

Nach weiteren „nur“ 10 Monaten nun die gute Nachricht, siehe oben. Die beiden erwähnten Zeitungsartikel können Sie über die hier eingestellten links aufrufen und lesen.


Links:
Denkmalschutz - Fahrräder unerwünscht / RP Krefeld, 17.01.2018
Planungen für Fahrradständer am Hauptbahnhof haben begonnen / RP online, 21.2.2018

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